about me

Im Laufe meiner Berufspraxis entwickelte sich die künstlerische Auseinandersetzung und Tätigkeit vom Schauspiel hin zur Performance, die ich ganz explizit als eine Kunst an der Schnittstelle zwischen den Künsten begreife. Entsprechend vielfältig ist mein künstlerisches Betätigungsfeld: Theater, Performance, Raum, Installation, Video und Mischformen davon. Meine Offenheit und mein Interesse gegenüber neuen Ideen führten mich zu einer breiten Vernetzung in verschiedenen Kunstdisziplinen und lassen mich die Vielfältigkeit des künstlerischen Mediums Performance immer wieder neu andenken und erproben.

Meine künstlerischen Wurzeln liegen im Theater. Als Studentin am Konservatorium für Musik und Theater Bern interessierten mich schon sehr bald die Grenzbereiche der Darstellenden Kunst und ich engagierte mich im Besonderen in interdisziplinären Projekten. Als Abschlussprojekt realisierte ich in Zusammenarbeit mit Andreas Sigrist einen Text von Marguerite Duras in fünf verschiedenen Medien: Ritual, Performance, Theater, Tanz und Film.

Bei meiner Tätigkeit als Schauspielerin, Performerin und Produzentin eigener Projekte in Deutschland suchte ich stets die Zusammenarbeit mit Künstler/innen benachbarter Disziplinen. 1999 ist das Zusammenwirken von performativer Praxis und Lehre durch den Lehrauftrag als Dozentin für Performance an der Bauhaus Universität Weimar ganz ins Zentrum meiner Auseinandersetzung gerückt. Die Lehre und Auseinandersetzung mit theoretischen performativen Konzepten bildet seither eine äusserst wichtige und notwendige Reflexion in meinem künstlerischen Schaffen.

Mit der Gründung von angelhaus-production Zürich habe ich 2005 ein Labor initiiert, das die verschiedenen Aspekte zeitgenössischer intermedialer Performance ästhetisch untersucht und deren Schnittstellen zu verbinden sucht. Das Ziel ist es praktische künstlerische Forschung anhand von konkreten Projekten zu betreiben und mehrschichtige ästhetische Ergebnisse zu produzieren, deren Veröffentlichung immer wieder in anderen Formaten stattfindet. Die Personenkonstellation variert je nach Projekt und Inhalt.

Seit 2006 bin ich Teil des Schweizer Performancekollektiv Kollabor. Die Performer/innen von Kollabor kommen aus verschiedenen künstlerischen Sparten, teilen das Interesse an Kunst-Performance und den erweiterten Möglichkeiten, als Kollektiv künstlerisch und strukturell zu agieren. Kollabor entwickelt experimentier- und spielfreudig künstlerische Neukonstruktionen der Wirklichkeit und bietet Gelegenheit, Neues zu sehen, zu hören und zu denken. Themen aus dem wirklichen, dem virtuellen und dem ausgeheckten Leben, sowie gezielt unterschiedliche Aspekte der Performance-Kunst werden untersucht und erforscht.

angelhaus, 2010

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