Im Laufe meiner Berufspraxis entwickelte sich die künstlerische Auseinandersetzung und Tätigkeit vom Schauspiel hin zur Performance, die ich als eine Kunst an der Schnittstelle zwischen den Künsten begreife. Meine Offenheit und mein Interesse gegenüber neuen Ideen führten mich zu einer breiten Vernetzung in verschiedenen Kunstdisziplinen und lassen mich die Vielfältigkeit des künstlerischen Mediums Performance immer wieder neu andenken und erproben. Das Anliegen des Kontextes und die spezifischen Gegebenheiten eines Ortes stehen meist am Anfang einer Arbeit und fordern mich bei der Entwicklung der Performance heraus.
Ich zeige sowohl Solo-Performances als auch mit angelhaus-production und im Performancekollektiv Kollabor entwickelte Arbeiten.
angelhaus-production ist ein Produktionsgefäss, das unterschiedliche Aspekte der darstellenden und der bildenen Kunst sowie Neuer Medien ästhetisch untersucht und deren Schnittstellen zu verbinden sucht. Das Ziel ist es, mehrschichtige ästhetische Ergebnisse zu produzieren, deren Veröffentlichung in wechselenden Formaten stattfindet. Die Personenkonstellation variert je nach Projekt und Inhalt.
Die Performer/innen des Performancekollektiv Kollabor kommen aus verschiedenen künstlerischen Sparten, teilen das Interesse an Kunst-Performance und den erweiterten Möglichkeiten, als Kollektiv künstlerisch und strukturell zu agieren. Kollabor entwickelt experimentier- und spielfreudig künstlerische Neukonstruktionen der Wirklichkeit und bietet Gelegenheit, Neues zu sehen, zu hören und zu denken. Themen aus dem wirklichen, dem virtuellen und dem ausgeheckten Leben, sowie gezielt unterschiedliche Aspekte der Performance-Kunst werden untersucht und erforscht.
angelhaus, 2012