LANDSCAPING 11

Performances in der Landschaft
In Zusammenarbeit mit Leo Bachmann

30. Juli 2011
landscaping (reflections) im Val Plavna -
Im Rahmen von “Das andere Sommerfest im Val Plavna”, veranstaltet von NAIRS, Zentrum für Gegenwartskunst


Gemeinsame Wanderungen:
Route 1 (Val Mingér) ab 9:00 Uhr
Bus ab Staziun Scuol-Tarasp Richtung S-scarl: 8:35 Uhr, Val Mingér an:
9:00 Uhr. Die Führung übernimmt der Fotograf und Künstler Stefan Rohner.
Route 2 (Val Plavna) ab 11:45 Uhr
Bus ab Staziun Scuol-Tarasp nach Tarasp-Fontana: 11:00 Uhr. Tarasp-Fontana an11:42 Uhr. Die Führung übernehmen die KünstlerInnen Angela Hausheer und Leo Bachmann.

14:30 Uhr: Performance “landscaping (reflections)” mit Angela Hausheer und Leo Bachmann auf der Geröllebene. Die Arbeit beschäftigt sich mit den besonderen Echos im Val Plavna. Als Handlungs- und Musikinstrumente trägt Leo Bachmann seine Tuba mit sich, Angela Hausheer ein Mikrophon in den Händen, sowie einen Lautsprecher auf dem Rücken. Zusammen loten wir mit diesen Instrumenten verschiedene Echopunkte im Val Plavna seismographisch aus und legen temporäre Raum- und Zeitverhältnisse frei.

Danach gemeinsames Picknick vor Ort und gemeinsame Wanderung zurück nach Scuol-Tarasp.

Fotos: Stefan Rohner

4./5. August 2011
landscaping (in between) am Limmatufer Zürich -
Im Rahmen des Performancefestivals stromereien 11

Für stromereien 11 haben wir für landscaping einen Ort ausgewählt, der die Flusslandschaft in der urbanen Umgebung ins Zentrum rückt.

Der Ort ist topographisch auf unterschiedlichen Niveaus eingefasst und durch die Ufermauer begrenzt. Die S-Bahnzüge rhythmisieren die akustischen Verhältnisse vor Ort. Der bracheähnliche Streifen ereignet sich mit den unterschiedlichen Wasserständen der Limmat immer wieder neu. In der vom Fluss freigegebenen Zwischenzeit werden Spuren und Ablagerungen sicht- und einsehbar. Der Ort ist eine Lücke, eine Schwelle. Der Zwischenraum ist hier noch nicht klassiert und kassiert, die Pause noch nicht abgeschafft.

Was an diesem Ort potenziell aufscheint wird mit „landscaping (in between)“ schrittweise freigelegt. Zusammen loten wir mit unseren Instrumenten den Ort seismographisch auf seine Zwischenräume und Zwischenzeiten aus; spielen mit direktem und indirektem Klang, Nähe und Distanz, mit den Übergängen zwischen Wasser und Land, Stadt und Fluss und untersuchen so auch die Grenzen zwischen Musik und Performance. Mit „landscaping (in between)“ richten wir die Aufmerksamkeit auf die Ränder städtischen Raums und städtischer Zeit, um als Brückenbauer/innen neue gedankliche Räume aufzustossen.

Fotos: Christian Glaus