MEDEA IN NEW YORK 1999
7 Performances für die Videokamera








Angela Hausheer entwickelte im Februar 1999 in New York eine Videoarbeit, mit der sie, so glaube ich, nach ihrem Engagement als Schauspielerin in Jena eine eigene künstlerische Sprache und den ihr angemessenen Ausdruck wieder erfinden und entwickeln wollte. Vor dem Hintergrund ihres Medea-Projekts, mit dem sie vor allem die Überlagerung des kommunikativ sich Erklärenden durch das bildlich sich Zeigende untersuchen wollte, um einen eigenen Raum der Sprache und der Kenntlichmachung zu finden, entstand eine Folge von kurzen Videofilmen, die in erster Linie telefonierende Frauen zeigt, und zwar Frauen, die in Images und Kostümierungen auftreten, wie Angela Hausheer sie im Februar 1999 auf großen Werbefotos und in Leuchtkästen an New Yorker Telefonzellen entlang des Broadway vorfand: durch Oberflächen aufgeladene, schnell realisierbare, selbst aber sprachlose Symbole des Weiblichen von der Hollywood-Schönheit über das ‘Kindchen’ bis zur New Yorker Freiheitsstatue.


Text und Fotos: Janek Müller