WENN DAS HAUS ATMET – EIN RAUMPOEM FÜR DAS THEATERHAUS JENA 2025
Akustische Rauminstallation mit Rainer Frank








Theaterhaus Jena (DE)
Andrea Hesse arbeitete ab 1985 am Stadttheater Jena (DE) und später bis 2025 am Theaterhaus Jena. Sie erlebte den Abriss des Zuschauerhauses mit und die kreative Bespielung des übriggebliebenen Bühnenhauses in der Wendezeit. Und sie war dabei, als schließlich 1993 das Theaterhaus Jena gegründet wurde. 30 Jahre leitete sie die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit des Theaterhauses und war für Generationen von Theaterhaus Mitarbeitenden empathische Botschafterin des Hauses gewesen.
Wie ist es mit dieser oft übersehenen und kaum dokumentierten Perspektive von Mitarbeitenden, die kontinuierlich vor Ort leben und das Theaterhaus über sehr lange Zeit mittragen und ermöglichen? Was ist mit deren Erfahrungen im partizipativen Prozess, der über mehrere Generationen von Theaterensembles hinausreicht?
Mein ehemaliger Schauspielkollege Rainer Frank und ich kennen Andrea Hesse aus unserer Zeit als Mitglieder des Gründungsensembles. Wir haben sie bei ihrem beruflichen Abschied vom Theaterhaus Jena im Frühjahr 2025 begleitet und die Gesprächsmitschnitte zum Hörstück “Wenn das Haus atmet” verdichtet. 40 Jahre Theatergeschichte und Geschichten werden aus der Perspektive einer Protagonistin erzählt, die nie im Rampenlicht stehen wollte. Der Musiker Leo Bachmann hat mit Sounds des KONTRA-Trios die musikalische Komposition dafür geschaffen.
In der Erstaufführung im Herbst 2025 auf der Hauptbühne des Theaterhauses wurde das Raumpoem durch Videosequenzen, die in Zusammenarbeit mit dem Kameramann Tobias Haupt und dem Videokünstler Jürgen Salzmann entstanden sind, ergänzt.
Bitte schliessen Sie Stereolautsprecher oder Kopfhörer an! Nur so lässt sich der einmalige Klang des Hörstückes “Wenn das Haus atmet” geniessen!

Fotos: Joachim Dette